Ursachen, Symptome und Behandlungen

Symptome und Ursachen

Erst die Diagnose, dann die Behandlung! Erfahren Sie hier, welche Formen des Haarausfalls es gibt und wie Sie sie erkennen.

“Am Anfang einer Erfolg versprechenden Behandlung steht meist der Besuch eines Hautarztes oder einer Haarklinik.”

Androgenetischer Haarausfall
Androgenetische Alopezie, also ein durch Androgene hervorgerufener Haarausfall (alopecia androgenetica), beginnt bei männlichen Jugendlichen, bei denen erblich bedingter Haarausfall familiär gehäuft vorkommt, meist an den Schläfen (“Geheimratsecken”) oder am Vorderkopf (“Stirnglatze”). Als Ursache für diesen Haarschwund wurde eine ererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Steroidhormon DHT (Dihydrotestosteron) ausgemacht. Die Wachstumsphase des Haares wird, wenn viel DHT in der Kopfhaut vorhanden ist, derart stark verkürzt, so dass es nur noch kaum sichtbar hervortritt. Die Haarwurzeln verkümmern nach und nach. Einzig die Haarfollikel im Nackenbereich und am Hinterkopf bleiben davor verschont, da das Haar dort unempfindlich gegen DHT ist. Um einen dauerhaften Erfolg bei der Bekämpfung des anlagegedingten Haarausfalls zu erzielen, werden deshalb bei Eigenhaarverpflanzungen die Haarwurzeln aus dem Haarkranz entnommen und and an den kahlen Stellen der Stirn oder Tonsur wieder eingepflanzt.

Kreisrunder Haarausfall
Diese Bezeichnung hat sicher jeder von uns irgendwann schon einmal gehört. Unter Kreisrundem Haarausfall, der häufigsten entzündlichen Haarausfallerkrankung, leiden in Deutschland ca. 1,4 Mio. Menschen. Als Grund für diese Störung vermutet man das körpereigene Immunsystem. Bei den Betroffenen entstehen etwa münzgroße, lokal begrenzte, kahle, runde Stellen am Kopf oder im Bart. Die Fachbezeichnung dafür ist alopecia areata. Zu 80% beginnt dieses Symptom am Kopf. Bei den Männern kann der Ursprung auch im Bartbereich oder in Ausnahmefällen im Bereich der Körperbehaarung liegen. Sehr häufig ist dieser Ausfall der Haare zeitlich begrenzt und bei den betroffenen Personen wachsen diese haarlosen Stellen auch ohne Behandlung wieder zu. Neben der Störung des eigenen Immunsystems gibt es aber auch Erkrankungen der Haut oder der Kopfhaut, welche zum Haarausfall an den einzelnen, beschriebenen Stellen führen können, wie zum Beispiel Pilzinfektionen.

Diffuser Haarausfall
Von diffusem Haarausfall (diffuse Alopezie) spricht man dann, wenn das Haar überall am Kopf gleichermassen lichter wird. Eisenmangel, eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse oder Hormonschwankungen können hierfür die Ursache sein. Wahrscheinlich ist letzteres der Grund dafür, dass diese Form der Alopezie vermehrt bei Frauen als bei Männern auftritt. Aber auch die Einnahme von Medikamenten oder Infektionskrankheiten können der Grund für dünner werdendes Haar sein. Ebenso glaubt man, dass der in unserer heutigen Zeit viel diskutierte und sicher nicht einfach wegzudiskutierende Stress in Beruf und Alltag erheblichen schlechten Einfluss auf das Wachstum der Haare haben kann. Sicher ist hingegen, dass Strahlentherapien oder Chemotherapien nicht selten zu temporär dünnerem Haar oder gar zu Kahlköpfigkeit führen.

Weitere Formen des Haarausfalls
Vielfältige weitere Ursachen führen zu zahlreichen anderen Formen des Haarausfalls. Es ist sicher ratsam, sich im Zweifel von einem Spezialisten beraten und untersuchen zu lassen.